Belange der Teilorte werden berücksichtigt

Kommunalpolitik

SPD-Gemeinderatsfraktion sichert beim Besuch in Litzelstetten Unterstützung zu

Zum nahezu bereits traditionellen Zusammenkommen traf sich die SPD-Gemeinderatsfraktion mit den Vertretern der SPD aus dem Ortschaftsrat, den Mitgliedern des SPD-Arbeitskreises im Teilort und dem Litzelstetter Ortsvorsteher am 19. August 2010 zu einer Ortsbegehung und anschließenden Gesprächen über politische Themen, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen.

In seinen Begrüßungsworten dankte Ortsvorsteher Rudolf Riedle den SPD-Gemeinderäten für ihr erneutes Erscheinen in Litzelstetten und würdigte deren sommerliches Engagement im Teilort als herausragend. Die SPD setze damit ein Zeichen, die Verbundenheit der Stadträte mit Litzelstetten durch Interesse und Inaugenscheinnahme der Problemfelder im Teilort Ausdruck zu verleihen.

Für die SPD-Fraktion dankte Gemeinderat Jürgen Leipold für die Einladung und machte deutlich, dass die Teilorte auch in der schwierigen finanziellen Lage der Stadt nicht um wichtige Projekte vor Ort fürchten müssen. Man werde sich für die bescheidenen Anliegen Litzelstettens in den Haushaltsberatungen einsetzen und diese unterstützen.

Ortsvorsteher Rudolf Riedle wies gleich zu Beginn auf ein aktuelles Thema hin, welches auch in den Medien aufgenommen worden war: Litzelstetten hat seit Anfang diesen Jahres einen Jugendausschuss, der dem Ortschaftsrat zuarbeitet. Aus jeder Fraktion wurden ein Ortschaftsrat und ein fachkundiger Bürger in das Gremium entsandt, welchem auch Verwaltungsleiter Klaus Frommer und Ortsvorsteher Rudolf Riedle als Vorsitzender beiwohnen. Die wesentliche Aufgabe der ersten Monate sei es gewesen, einen passenden Treffpunkt für die Jugendlichen über die Sommermonate zu finden. Nachdem es gegen das vorgesehene Gelände auf der ehemaligen Kläranlage am See Einwände gegeben hatte, wird nun der Verwaltungsweg über das Regierungspräsidium bestritten. Als Zwischenlösung konnte ein Bauwagen vom Jugendamt der Stadt Konstanz ausgeliehen werden, welcher nun auf dem Sportgelände am Entengraben aufgestellt und bereits zur Nutzung an die Jugend übergeben wurde. Nun werde man die kommenden zwei bis drei Monate Erfahrungen sammeln, auch gemeinsam mit den Anwohnern, so Rudolf Riedle.

Die zahlreichen Bürgerinitiativen in Litzelstetten haben nach Angaben des Ortsvorstehers maßgeblich dazu beigetragen, das Engagement im Teilort lebendig zu erhalten. Nun müssten diese gebündelt werden. Neben dem Zusammenschluss „Unser Dorf geht uns alle an!“ existieren auch die Bürgergemeinschaft „Strahlungsarmes Leben!“, die sich mit den Mobilfunkantennen im Ort beschäftigt, sowie neuerdings ein „Unternehmer- und Gastgeberkreis“, der eng mit dem Tourismusverein „KonstanzPlus“ zusammenarbeitet.

Auf dem Rundgang durch Litzelstetten wurde mit den SPD-Gemeinderäten auch das Thema „Martin-Schleyer-Straße“ thematisiert. Die Durchgangsverbindung wurde in den letzten Jahren an einigen Stellen provisorisch geflickt und notdürftig repariert. Ortsvorsteher Rudolf Riedle räumte ein, dass andere Straßen in der Stadt in noch schlechterem Zustand seien; mittelfristig käme man aber an finanziellen Investitionen in die Martin-Schleyer-Straße nicht vorbei. Die im Haushaltsentwurf gestrichene Summe zur Einrichtung einer behindertengerechten und vor allem für Blinde und Seheingeschränkte akustischen Ampelanlange am „Betreuten Wohnen“, wo viele älter die Straße auf dem Weg zur Kirche überquerten, müsse aufgebracht werden, sensibilisierte Rudolf Riedle.

Am Dorfplatz verwiesen Rudolf Riedle und SPD-Gemeinde- und Ortschaftsrat Jürgen Puchta auf den Brunnen, der der ehemaligen SPD-Ortsvorsteherin Dr. Helga Jauss-Meyer gewidmet wurde. Das angrenzende „Milchhäusle“, welches mittelfristig als neue Zunftstube für den Narrenverein „Kuckuck“ dienen soll, wird in den kalten Monaten auch für die Jugend zugänglich sein. Gemeinsam mit der Stadt wollen die Narren das alte Michhäusle umbauen. Eine unter dem Gebäude fließende Quelle soll in einen Brunnen eingefasst werden. Die dem Bauhof gehörenden Fahrzeuge, die noch im Haus untergestellt sind, sowie die Müllbehälter, brauchen einen neuen Platz.

Abschließend betrachteten die Gemeinderäte auf ihrem Weg zur Litzelstetter Gartenanlage am Dorffriedhof auch die Mobilfunksendeanlage im Kornblumenweg. Am Boccia-Platz erklärte Ortsvorsteher Rudolf Riedle den ersten Bauabschnitt des „Dorfgartens“, welcher noch mit einem separaten Aktionstag gefeiert und weiter ausgebaut werden soll.

Beim schlussendlichen Zusammenkommen beim Litzelstetter „Italiener“ präsentierte Rudolf Riedle ein Prospekt mit Luftbildaufnahme des Ortes und dankte für die Aufmerksamkeit, die die Gemeinderäte auf Litzelstetten geworfen hätten. In Gesprächen wurde dann noch die Situation des Litzelstetter Arbeitskreises der SPD sowie die Wünsche der Jugendlichen nochmals tiefergehend erörtert