Wettbewerb für Litzelstetter Ortsmitte

Kommunalpolitik

Ein Grundstück in der Litzelstetter Ortsmitte soll verkauft werden. Welche Chancen ergeben sich daraus für die Konstanzer Ortschaft? Dies diskutierte die SPD-Fraktion mit Ortsvorsteher Riedle und einem Vertreter der Verwaltung, die einen Wettbewerb ausschreiben will. "Stadt und Ortschaft müssen bald über ihre Ziele einig werden," forderten die Sozialdemokraten.

Bild: Aurelia Scherrer

Mittlerweile ist es Tradition – und dennoch zeigt sich der Ortsvorsteher jedes Mal dankbar darüber, dass sich die SPD-Gemeinderatsfraktion aus Konstanz in der Sommerpause zu einem Ausflug nach Litzelstetten aufmacht. Und so begrüßte Rudolf Riedle auch diesmal am 15. August die gewählten sozialdemokratischen Vertreter des Stadtrates im Teilort herzlich an der „Tankstelle“, an der der Rundgang durch den Teilort begann.

Mit dabei waren auch SPD-Vertreter des Litzelstetter Ortschaftrates. Stadt- und Ortschaftsrat Jürgen Puchta hatte seine Kollegen erneut eingeladen, sich ein Bild von den Themen zu machen, die Litzelstetten im Augenblick bewegen. Immerhin werden die maßgeblichen und verbindlichen Entscheidungen für den Teilort im Konstanzer Gemeinderat gefasst.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat hatte schon in den letzten Jahren darauf verwiesen, dass die Vororte mit ihren Forderungen an die Stadt zurückhaltend gewesen seien.

Im Mittelpunkt stand in diesem Jahr die Entwicklung um „Litzelstetten-Mitte“. Die neu geschaffene Dorfwiese am Dorffriedhof, die mittlerweile zur Überarbeitung in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt aufgenommene Hauptstraße, mögliche Bauprojekte an der Martin-Schleyer-Straße, der Dorfplatz und das „Milchhäusle“, welches nach einer Renovierung und Umbau für die Narrenzunft „Kuckuck“ sowie die Jugend zur Verfügung stehen soll.

Auch die vom „Litzelstetter Unternehmer- und Gastgeberkreis“ (LUGa) angestoßenen Projekte wie das neue Orientierungssystem, Solarbootfahrten oder Geschwindigkeitsanzeigen wurden aufgenommen. Die Dorfentwicklung über längere Perspektive und das Zusammenführen der durch die Straße nahezu getrennt wirkenden Teile des oberen und unteren Dorfes waren ebenso Gesprächsthema.

Positiv hervorgehoben wurden auch die Einrichtung des Jugendausschusses und dessen konsequente Arbeit. Der Bauwagen, der zeitweise am Entengraben als mobiler Treffpunkt gilt, hat sich als adäquate Übergangslösung herausgestellt. Eine Lösung für den Platz an der früheren Kläranlage am See steht noch aus. Die Fraktion informierte sich auch über die Auflösung des Mobilfunkausschusses und die Eintragung des neuen Vereins „Mastenfreies Wohngebiet e.V.“.

Dennis Riehle